Gibt es ein Recht auf Einmaligkeit der Gräuel des Holocausts?


Oder lässt sich aufgrund der spezifischen Bedeutung des Begriffs der Aggression (als Angriff auf die umfassende Unversehrtheit eines Vis-à-vis) argumentieren, dass Aggression sei, wenn das Judentum nach so langer Zeit den nachkommenden Generationen insbesondere Deutschlands und Österreichs (die somit gar nicht unmittelbar betroffen, noch gar schuldig sind) unterschwellig Schuldgefühle, ja sogar Verantwortung dafür zu vermitteln sucht, indem es in der Erinnerungspropaganda agiert, als wäre zur Vermeidung einer Wiederholung die präventive Maßregelung des Gewissens dieser Generationen nötig?

Ist es erlaubt, über diese Frage laut nachzudenken, oder begibt man sich schon dadurch, dass man sie stellt, auf das Gleis des Antisemitismus?

Welchen Sinngehalt hätten dann noch Begriff wie (Gewissens- und Meinungs-)Freiheit? Welche Bedeutung die Verpönung der Sippenhaftung? Und welche schließlich das Recht des Opfers auf Genesung?

Im Treaty on Non-aggression vom 12. Juni 1940 (DE MARTENS, N. R. G., 3ème serie, Tome XXXIX, Greifswald [1942], S. 343) haben das Vereinigte Königreich und das Königreich Thailand vereinbart, dass

Each High Contracting Party undertakes not to resort in any case either to war or to any act of violence or of aggression against the other […].

Dass hier die Gewalt (violence) und die Aggression (aggression) einander gegenübergestellt werden, zeigt das Rechtsverständnis der Vertragsparteien, wonach es auch Formen der Aggression gibt, die nicht in (physischer oder psychischer) Gewalt bestehen. Gewalt bricht Widerstand. Gewalt löst Eigenständigkeit, Souveränität auf.

Doch auch Aggression verletzt bereits die Unversehrtheit einer Person.

Gedacht sei an den wutentbrannten Widersacher, der sich vor einem aufplustert: Dessen Verhalten ist imstande, Angst einzuflößen, eines unversehrten Geistes- und Gemütszustand negativ zu beeinflussen.

Es gibt auch gelindere Formen solcher Aggression, die unterschwellig ablaufen, gleichwohl aber ernst zu nehmen sind. Dazu zählt unseres Erachtens das, was das Judentum mithilfe einer komplex durchstrukturierten Medienpropaganda bewirkt und bezweckt: nämlich in den nachfolgenden Generationen vornehmlich Deutschlands und Österreichs Schuldgefühle betreffs des Holocausts zu wecken, indem Gebetsmühlen artig die Schuld für den Holocaust und seine historische Begebenheit releviert werden, um damit einzumahnen, dass dergleichen niemals wieder geschehen dürfe.

Denn solche Ermahnung impliziert, dass der Ermahnte der Ermahnung bedarf; dass er latent straffällig sei; dass er latent anfällig für die Delinquenz sei; mit einem Wort: dass er ein latenter Verbrecher sei.

Im österreichischen Strafrecht existiert der Straftatbestand „Vorwurf einer schon abgetanen gerichtlich strafbaren Handlung“ (§ 113 StGB); dieser lautet:

Wer einem anderen in einer für einen Dritten wahrnehmbaren Weise eine strafbare Handlung vorwirft, für die die Strafe schon vollzogen oder wenn auch nur bedingt nachgesehen oder nachgelassen oder für die der Ausspruch der Strafe vorläufig aufgeschoben worden ist, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen zu bestrafen.

Daraus ergibt sich ein schützenswertes Rechtsgut der Unversehrtheit des Leumundes selbst dann, wenn dieser durch eine abgetane Straffälligkeit belastet worden ist. Daraus ergibt sich auch das teleologische Motiv der Strafnorm, wonach eine psychische Beeinträchtigung, die unerwünscht ist, darstellt, wenn jemand zu Unrecht oder nach dafür verbüßter Strafe einer strafbaren Handlung bzw. der Fähigkeit, eine solche zu begehen, bezichtigt wird.

Nichts anderes tut die angesprochene Erinnerungs-Propaganda.

Dabei wurde bereits zu Zeiten des Westfälischen Friedens 1648 [siehe diesen bei Henri Vast, Les grands traités du règne de Louis XIV, (Paris 1893), S. 12] erkannt, wie wichtig das Vergessen in Bezug auf geschehene Gräueltaten des Krieges ist, wenn in dessen Artikel 2 von einer perpetua oblivio, also einem ewigen Vergessen die Rede ist.

Und im ersten Erwägungsgrund der Präambel zur Charta der Vereinten Nationen heißt es von der Verpflichtung der Vereinten Völker „to save succeeding generations from the scourge of war„. Dieses Ziel wird nicht dadurch erreicht, indem die Gräuel des Krieges zur allgegenwärtigen Erinnerungspflicht nachfolgender Generationen erkoren werden!

Die Erinnerung an erfahrenes Leid und Unrecht ist für den Betroffenen wichtig, da es seine seelische und psychische Beschaffenheit beeinträchtigt hat, derer sich zu erinnern nötig ist, um das Trauma aufzulösen bzw. zu verhindern, dass es unterschwellige Folgen im psychosozialen Verhalten des Betroffenen nach sich zieht. Doch diese Erinnerung kann und soll im persönlichen Bereich geschehen und nicht in der Öffentlichkeit, wo sie die Unversehrtheit anderer verletzt.

Anderen, unbeteiligten und schuldlosen Nachfahren – sowohl der Täter als auch der Opfer – die Erinnerung an die geschenen Gräueltaten aufzuzwingen, dient jedoch nicht dieser seelischen Reinigung sondern im Gegenteil ihrer Besudelung und Belastung, die – als einer von vielen möglichen Reaktionen – zu fortgesetzter erwidernder Aggression führen können.

Die Holocaust-Erinnerungs-Propaganda ist Aggression!

20140109, 1116

Vergleiche dazu etwa auch die Ausführungen des ehemaligen US-Präsidenten HOOVER vom 17. April 1945:

Aggression in this world is not confined to the old-fashioned threats or to military action or even to economic pressures. Our experience with the Nazis who infiltrated their poisonous propaganda and fifth columns into the lands of peaceful neighbors should indicate that there is a new form of aggression in the world.

Therefore the San Francisco Charter should agree upon a definition of aggression to include direct or indirect subsidized governmental propaganda in other nations. The enforcement of such a provision would help cure that cause of wars which grows out of crusading faith, political or otherwise.

2 Kommentare zu “Gibt es ein Recht auf Einmaligkeit der Gräuel des Holocausts?

  1. Meinen tiefsten Respekt und Anerkennung für diese – in meinen Augen – einmalige und hervorragende Aufarbeitung des Themas „Holocaust im 21. Jahrhundert“!

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