Die Präsidialerklärung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen S/PRST/2014/14 und der Vertrag von Washington aus 1819


Am 28. Juli 2014 verabschiedete der Sicherheitsrat (SR) der Vereinten Nationen (VN) die Präsidialerklärung S/PRST/2014/14, in der er sich mit der Frage des Handels mit Öl auseinandersetzt, welches aus Quellen stammt, die in den Besitz von Gruppen gelangt sind, welche der parteipolitisch etablierte Westen als terroristische Organisationen brandmarkt.

Im Folgenden soll der Frage kursorisch nachgegangen werden, inwieweit Embargen, die darin erklärt bzw. in Erinnerung gerufen werden, vor dem Recht durchsetzbar bzw. in Übereinstimmung mit historischen Verträgen sind, welche die Exterritorialität bestimmter privater Wirtschaftstreibender vorkehren.

Vorerst sei aus der genannten Präsidialerklärung zitiert, wie folgt:

The Security Council recalls its resolutions 1267 (1999), 1373 (2001), 1989 (2011), 2129 (2013), 2133 (2014), and 2161 (2014), stresses the obligation of the Member States to prevent and suppress the financing of terrorist acts, and expresses grave concern over the reports of the access to and seizure of oilfields and pipelines in Syria and Iraq by terrorist groups listed by the Security Council 1267/1989 Committee, namely ‘Islamic State in Iraq and the Levant’ and ‘Jabhat Al-Nusra’, and underscores in this regard that any trade of oil with these entities would be inconsistent with the Council’s resolutions and that all States are required to ensure that their nationals and any persons within their territory do not trade in oil with these entities.

Erwähnt sei hier auch die International Convention for the Suppression of the Financing of Terrorism (2178 UNTS 38349), welche gleichfalls die Finanzierung terroristischer Aktivitäten untersagt.

Nur demonstrativ sei ferner darauf hingewiesen, dass weder die oben zitierten Resolutionen des SR der VN noch die erwähnte Konvention noch irgendein anderes völkerrechtliches Instrument Terrorismus definieren, und dass angesichts der sich immer mehr offenbarenden Entwicklung herkömmlicher Staatsmacht hin zu krimineller Organisation auch höchst fraglich ist, ob letztere glaubwürdig legitimiert sein könnte, solche Definition vorzunehmen, ohne sich selbst darein einzuschließen.

Die einzige, uns bekannte nationale Rechtsordnung, welche Terrorismus zu definieren wagt, ist die US-amerikanische, welche in Sektion 212(a)(3)(B)(iii) of the Immigration and Nationality Act (8 U.S.C. 1182(a)(3)(B)(iii)) die terroristische Aktivität wie folgt definiert:

(iii) “Terrorist activity” defined As used in this chapter, the term “terrorist activity” means any activity which is unlawful under the laws of the place where it is committed (or which, if it had been committed in the United States, would be unlawful under the laws of the United States or any State) and which involves any of the following:

(I) The highjacking or sabotage of any conveyance (including an aircraft, vessel, or vehicle).

(II) The seizing or detaining, and threatening to kill, injure, or continue to detain, another individual in order to compel a third person (including a governmental organization) to do or abstain from doing any act as an explicit or implicit condition for the release of the individual seized or detained.

(III) A violent attack upon an internationally protected person (as defined in section 1116 (b)(4) of title 18) or upon the liberty of such a person.

(IV) An assassination.

(V) The use of any—

(a) biological agent, chemical agent, or nuclear weapon or device, or

(b) explosive, firearm, or other weapon or dangerous device (other than for mere personal monetary gain),

with intent to endanger, directly or indirectly, the safety of one or more individuals or to cause substantial damage to property.

(VI) A threat, attempt, or conspiracy to do any of the foregoing.

Die politischen Parteien, welche unter Ausschluss wesentlicher Teile der jeweiligen Völker der Nationen, in denen sie wirken, und welche sie transnational unter sich vernetzt halten, agieren, beanspruchen für sich das Monopol, Gesetze zu definieren und sie durchzusetzen.

Die Frage ist, ob jene wesentlichen Teile der Völker, welche nicht in politischen Parteien organisiert sind, nicht eben solches Recht haben, für Ordnung und Gerechtigkeit zu sorgen. Dies insbesondere angesichts dessen, was jene politischen Parteien an ungleicher Verteilung von Macht und Wohlstand unter den Völkern hervorgebracht haben.

Als ein Beispiel für einen Beleg solchen Ausschlusses von der herkömmlichen Staatlichkeit bzw. der herkömmlichen Staatsmacht sei hier der Treaty of Amity, Settlement, and Limits, between The United States and Spain of the 22d February, 1819, angeführt, der in seinem Artikel II lautet, wie folgt:

His Catholic Majesty cedes to the United States, in full property and sovereignty, all the territories which belong to him, situated to the eastward of the Mississippi, known by the name of East and West Florida. The adjacent islands dependent on said provinces, all public lots and squares, vacant lands, public edifices, fortifications, barracks, and other buildings, which are not private property, archives and documents, which relate directly to the property and sovereignty of said provinces, are included in this article. The said archives and documents shall be left in possession of the commissaries or officers of the United States, duly authorized to receive them.

Privateigentum wurde hier also ausgenommen, wobei sich die Frage erhebt, was findige Verständige des Rechts daraus zu konstruieren ersannen.

In diesem Zusammenhang sei ferner an das Alhambra-Edikt aus 1492 erinnert, infolge wessen seraphische Juden zu Tausenden auch in die USA emigrierten.

So absurd es auch immer klingen mag: Die Juden, welche in und um Israel ihre islamischen Brüder und Schwestern bekämpfen, sind religiös verbunden mit jenen, welche mit denselben ihrer Feinde offenbar blühende Geschäfte betreiben, an den Staatswesen vorbei und außerhalb deren Einflussbereichs.

Dass im Gegenteil inzwischen die private Hochfinanz es ist, welche ihrerseits Staaten dirigiert, zeigt uns in diesen Tagen nicht zuletzt das Beispiel Argentiniens, in welches Land bekanntermaßen viele Juden vor dem Holocaust geflohen sind.

Wer angesichts dieser Fakten und ihrer hier bloß angedachten Zusammenhänge daran zweifelt, dass ein Recht, Terrorismus zu definieren und zu ahnden, nicht mehr mit jener Deutlichkeit und Schärfe zuordenbar sein kann, wie sie erwünscht wären, um die Völker dieser Erde vom Joch des Krieges und der Unterdrückung zu befreien, kann nur als Teil und zugleich Repräsentant jener Tod bringenden Maschinerie angesehen werden, die derzeit wesentlich mit Hilfe der politischen Parteien pseudo-legitimiert wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s