Von Grenzen, die der Planet den Menschen setzt, und ihren völkerrechtlichen Wirkungen.


Angesichts dessen, dass es in kaum einem Lateinischen Wörterbuch zu finden ist, wird man davon ausgehen dürfen, dass es sich bei dem lateinischen Hauptwort bunda um ein sehr altes handelt. In der Tat gefunden werden kann es in DU FRESNE DU CANGE, Glossarium manuale ad scriptores mediae et infimae Latinitatis, Tomus I, Niort (1883), 779, wo dazu, was folgt, zu lesen ist:

bunda

Unter bonna 2. findet man bei DEMSELBEN, aaO, 699, was folgt:

bonna

Wir haben es also bei dem Nomen bunda mit der Grenze zu tun.

Viel interessanter ist aber, dass dasselbe Wort, bunda, im Lateinischen, wie oben eingangs nachgewiesen, auch die Bedeutung von sonus tympani hat. Ein tympanum aber ist eine Pauke, eine Trommel.

Diese Homonymie mag darauf zurückreichen, dass das Territorium eines Stammes, eines frühen Volkes, dort seine Grenzen hatte, wo der Ton der Trommeln nicht mehr hinreichte, welche Instrumente dafür verwendet wurden, Botschaften zu übermitteln; dort also, wo der faktische Machtbereich des Häuptlings sein Ende fand, weil er schlicht nicht mehr gehört werden konnte.

Die Zahl der Schlüsse, die aus diesen semantischen Feinheiten gezogen werden können, ist derart hoch, dass wir hier nur einige davon herausgreifen können.

Zum ersten sagt uns der Ton des Tympanon als Grenze der Staatsmacht, dass das Wort der Regierung umgekehrt absolute Bedeutung, Wirkung und Geltung hatte; denn wo es gehört werden konnte, wurde es befolgt, weshalb überall dort noch Staatsmacht wirksam und somit der Boden dem Territorium zugehörig war, weil zu seiner Verteidigung auch über Distanz Befehle erteilt werden konnten.

Zum anderen ersehen wir daraus, dass sich die Dinge heute maßgeblich verändert haben. Auf unserem Globus existieren kaum noch Grenzen der Verständigung.

Dies ist einer der Hauptgründe dafür, dass – wie oben, bei: Die Resolution A/RES/1803(XVII) über Dauerhafte Souveränität über natürliche Ressourcen und ihre Bedeutung für ein System kollektiver Verwaltung und Nutzung des natürlichen Reichtums aller Völker und Nationen, gezeigt – heute abgegrenzte Territorien weder nötig noch zulässig und schon gar nicht zweckmäßig sind, denn der Ton der Trommeln der heutigen Regierungen findet global Gehör, oder könnte dies zumindest, wenn er autoritativ wäre.

 

 

 

 

 

 

 

 

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