WE THE PEOPLES OF THE UNITED NATIONS


Der völkerrechtliche Grundsatz, welchen der erste Abschnitt der Präambel der UN-Charta inkludiert, wenn dieser als mit ihm zu verfolgendes Ziel fett hervorgehoben lautet:

WE THE PEOPLES OF THE UNITED NATIONS DETERMINED

to save succeeding generations from the scourge of war, which twice in our lifetime has brought untold sorrow to mankind, and

to reaffirm faith in fundamental human rights, in the dignity and worth of the human person, in the equal rights of men and women and of nations large and small, and

to establish conditions under which justice and respect for the obligations arising from treaties and other sources of international law can be maintained, and

to promote social progress and better standards of life in larger freedom,

steht nicht von ungefähr an letzter Stelle dieser Aufzählung. Denn nur unter der Voraussetzung, dass die ihm vorangehenden Prinzipien Platz griffen, könnte dessen Verwirklichung möglich sein.

Besondere Beachtung ist dabei dem zweiten Teil dieses vierten Grundsatzes beizumessen: den besseren Lebensstandards in einer weiteren Freiheit.

Die genannten Standards sind hier also deutlich mit dem Postulat nach einer weiteren, einer größeren Freiheit verknüpft, wobei, auf den Passus social progress zu blicken, verstehen hilft, was das larger bedeuten solle: nämlich eine Freiheit, welche durch sozial hoch stehende Strukturen in der Gesellschaft, wie auch im Einzelnen, und zwar im Lichte der vorangegangenen Grundsätze, insbesondere jenem der Würde und des Wertes der menschlichen Person, gekennzeichnet ist, wie wir sie oben, unter: Der US-amerikanische Ku Klux Act aus 1871 und seine völkerrechtlichen Bedingungen im Lichte der gegenwärtigen Flüchtlingsströme, beschrieben haben.

Ein einfältiger Esel erleidet keine Beschränkung seiner Freiheit, wenn er an der Kandare jener Gesetze gehalten wird, die ihm hohe Intelligenz und Ethik im Einklang mit den zuvor zitierten UN-Prinzipien auferlegen, solange und sofern die ihm und seiner Personalität entsprechenden Bedürfnisse in einem Maße befriedigt werden, wie es die genannten Grundsätze zulassen und erfordern.

Ein Genie hingegen leidet Höllenqualen an geraubter Freiheit, wenn es sich – meist durch brachiale Gewalt erzwungen – nach dem richten muss, was solche einfältige Esel vorgeben.

Nicht zu vergessen ist dabei freilich, dass die oben, im verlinkten Beitrag, angesprochene Industrialisierung auch dazu geführt hat, dass Menschen mit einer Persönlichkeit, welche in diesem Gefüge an sich einen höheren Status als den, der ihnen vorgeschrieben wurde, zuließe, eben unterdrückt und drangsaliert worden sind, was sie im Sinne des Wiederholungszwanges (vgl. Alice MILLER, Das Drama des begabten Kindes) im Laufe der Generationen auf ihre eigenen Kinder übertragen haben. Solche an Geist und Seele erkrankten Personen zu gesunden, ist ein wesentlicher Aspekt des Begriffs des social progress, den der oben zitierte Grundsatz meint.

Ein anderer Aspekt seiner ist, dass Menschen mit niedrigerer Personalität, welche an höherem Intellekt mangeln, durch freien Zugang zu angemessener Bildung daran gehindert werden sollen, durch unbotmäßige Einschränkung ihrer geistigen Freiheit Aggression und somit Destruktivität auszubilden, welche sich widrig auf diesen sozialen Fortschritt auswirken.

Dass dieses System der strukturellen Wahrheit nur dann zu einer ihr eigenen weiteren Freiheit führen kann, wenn es von Transparenz getragen wird, erscheint logisch. Denn nur wenn die Masse der einfältigen Esel daran gehindert wird, Masken überzustreifen, die sie scheinbar empor bringen, indem sie mit deren und mit Hilfe von Gewalt die Minderheit des Hohen Geistes und der ethischen Intelligenz versklaven, nur dann können die Letzteren in solcher weiteren Freiheit agieren, um jener ersteren Freiheit im beschriebenen Sinne zu garantieren. Transparenz brauchen aber auch die Esel darüber, dass sie es mit dem Hohen Geist zu tun haben; denn nur ihm wollen und müssen sie sich fügen.

Seit Jahrhunderten wird die Masse der Einfältigkeit dadurch daran gehindert, die ihr zustehende weitere Freiheit zu genießen, dass sie sich not gedrungen damit beschäftigen muss, das System der brachialen Gewalt und Unterdrückung aufrecht zu erhalten, welches den Geist versklavt und sie die Ergebnisse dessen verdrossener Arbeitsleistung zu missbrauchen zwingt.

Kein Mensch ist glücklich dabei, ein Vielfaches der Größe eines natürlichen ökologischen Fußabdruckes zu hinterlassen als dem, der ihm zukäme: denn dies macht psychisch und physisch krank.

Eine weitere Freiheit, wie sie die Präambel der UN-Charta anspricht, postuliert daher auch und insbesondere einen solchen Lebensstandard, der mit dem Wesen und der Personalität desjenigen harmoniert, der ihm frönt.

Dabei ist abermals mit Nachdruck zu betonen, dass es die menschenrechtswidrigen Aktivitäten der Massenmedien und Unterhaltungsindustrien sind und waren, welche mit dafür verantwortlich zeichnen, dass der Mangel an solcher weiteren Freiheit vermittelst einer materialistischen Gier kompensiert zu werden gesucht wurde.

Was hier im politischen Westen an Missstand durch Jahrhunderte hindurch gezüchtet wurde, sollte und darf nie auf den Rest der Welt übertragen werden, welcher zum Ausgleich solcher Hyper-Zivilisation rein von Materialismus-Denken und sozialer Perversion bleiben sollte und musste.

Ganz in diesem Sinne sind die Worte zu verstehen, welche Seine Durchlauchtige Hoheit der Fürst von BISMARCK am 15. November 1884 zu deren Eröffnung an die versammelte Konferenz von Berlin gerichtet hat. Wir geben sie (siehe das Protokoll Nr. 1 dieses Datums bei MARTENS, N.R.G., 2ème serie, Tome X, Göttingen [1885-86], 199 ff. [201]) hier auszugsweise wieder, wie folgt:

18841115, Conférence de Berlin, Bismarck

In unserer Übersetzung lautet dies:

Indem sie zur Konferenz geladen hat, ist die Kaiserliche Regierung von der Überzeugung geleitet gewesen, dass alle eingeladenen Regierungen den Wunsch teilen, die Eingeborenen Afrikas an der Zivilisation zu beteiligen, indem das Innere dieses Kontinents dem Handel geöffnet wird, diesen Einwohnern die Mittel, sich zu bilden, bereitgestellt werden, die Missionen und Unternehmungen von der Natur, die nützlichen Kenntnisse zu verbreiten, ermutigt werden, und an der Unterdrückung der Sklaverei, vor allem des Handels mit Schwarzen, gearbeitet wird, deren letzterer graduelle Aufhebung schon am Kongress zu Wien 1815 als eine heilige Pflicht aller Mächte verkündet worden ist.

Der Anteil, welchen alle zivilisierten Nationen an der materiellen Entwicklung Afrikas nehmen, stellt deren Zusammenarbeit zu dem Zweck sicher, die Handelsbeziehungen mit dieser Region der Welt zu regeln.

Jemanden an etwas zu beteiligen, heißt auch und vor allem, ihm Mitspracherechte daran zuzugestehen. Schon daraus folgt, dass die Bereitstellung der Bildungsmittel keinen dominierenden Einfluss auf den Inhalt solcher Bildung zulassen hätte dürfen, sodass im Übrigen lediglich solche Missionen und Unternehmungen zu deren Taten ermutigt werden durften, welche ihrer Natur nach dazu angetan waren, Nützliches zu verbreiten, wobei, was nützlich ist, naturgemäß nur der bestimmen kann, zu dessen Gebrauch es dient: also die Völker Afrikas selbst. Dies vor allem, was der letzte der zitierten Sätze zum Ausdruck bringt, in der Hinsicht, dass allein zur materiellen Entwicklung Afrikas eine Zusammenarbeit der (damaligen) politisch-westlichen Nationen zu dem Zweck der kommerziellen Regulierung erfolgen sollte.

Was im 20. Jahrhundert in Afrika tatsächlich geschah, ist freilich etwas ganz anderes, nämlich der höchst einseitige Raub afrikanischer Rohstoffe durch den Westen bei einem ebenso von martialischer Gewalt gestützten Oktroyieren westlicher Pseudo-Kultur unter gänzlicher Unterminierung und gar Zerstörung der einheimischen Kulturen und kulturellen Errungenschaften.

Der Westen hat die letzten 150 Jahre damit zugebracht, sein eigenes Netz zu zerstören, das (auch) ihn davor bewahren sollte, bei dem Hochseilakt der Industrialisierung sicher vor einem Abgleiten in den kulturellen Abgrund der Hyper-Zivilisation zu sein. Und er hat dies selbstverständlich im krassen Widerspruch sowohl zum Völkerrecht als auch zu den Protagonisten seines Hohen Geistes und seiner Höchsten Intelligenz, seiner menschlichen Personen getan.

Die Zeit ist reif, die so genannte (in Wahrheit lediglich) Pseudo-Demokratie, welche durch numerische Mehrheiten im Volk bestimmt wird, zugunsten einer Wiedergeburt der Herrschaft der menschlichen Personen zu Grabe zu tragen!

20151017, 1045

Nicht vorenthalten werden darf freilich, dass auch andere Redner auf der Berliner Konferenz in Vertretung derer Entsendestaaten die Bedeutung des Rechts der Völker Afrikas auf wirtschaftliche Entwicklung hervorgehoben haben. So gab etwa Sir Edward MALET, der Britische Repräsentant, vom Blatt ablesend, u. a. Folgendes (siehe das zitierte Protokoll Nr. 1, 204) zu Protokoll:

18841115 Conference de Berlin_Malet_204

Wir dürfen dies übersetzen:

Ich darf jedoch nicht aus den Augen verlieren, dass der Meinung der Regierung Ihrer Britannischen Majestät zufolge die Handelsinteressen nicht als der ausschließliche Gegenstand der Beratungen der Konferenz angesehen werden dürfen.

Wenn die Ausbeutung der Märkte des Kongo wünschenswert ist, darf das Wohlergehen der Indigenen nicht missachtet werden.

Jene werden mehr verlieren, als sie gewinnen werden, wenn die Freiheit des Handels, so sie der vernünftigen Kontrolle entbehrt, dazu käme, in Freiheit zu degenerieren. Ich wage zu hoffen, dass diese Erwägung sein Gewicht haben wird, und dass Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden, was den rechtmäßigen Handel anlangt, damit seine Einführung, soweit als möglich, die Vorteile der Zivilisation den Indigenen sowie die Ausmerzung der Übel sicherstellt, durch welche, gleich dem Handel im Innern, deren Fortschritt derzeit verspätet ist.

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